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Germany Garden & DIY Weekly Brief | 25. Mai 2026

Hongmao Garden Marketing Department

25. Mai 2026

Der deutsche Markt zeigt weiter Nachfrage – aber sie verschiebt sich in Richtung schnellerer Onlinekanäle, budgetfreundlicher Projekte und Produkte, die dem Kunden eine einfache, sichere und gut begründbare Kaufentscheidung ermöglichen.

Die wichtigsten Branchensignale dieser Woche zeigen erneut, dass der deutsche Garten-, DIY- und E-Commerce-Markt nicht einfach schwächer wird. Er verändert seine Struktur. Der Onlinehandel wächst weiter, Plattformen gewinnen an Bedeutung, und im DIY-Handel bleibt die Nachfrage trotz schwieriger Rahmenbedingungen grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wird deutlich: Verbraucher kaufen vorsichtiger, stärker vergleichend und zunehmend projektbezogen.


Im ersten Quartal 2026 erreichte der deutsche Onlinehandel laut bevh-Verbraucherbefragung rund 20,4 Milliarden Euro Umsatz und wuchs damit um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig ist die Kanalverschiebung: Marktplätze wuchsen stärker als der Gesamtmarkt, während Temu, Shein und AliExpress zusammen auf rund 990 Millionen Euro Umsatz kamen, um 12,9 Prozent zulegten und ihren Marktanteil auf 4,9 Prozent erhöhten.


Für den europäischen Garten- und DIY-Markt ist diese Entwicklung hochrelevant. Sie bedeutet nicht, dass Verbraucher nur noch billig kaufen. Sie bedeutet vor allem, dass Kaufentscheidungen immer stärker dort stattfinden, wo Produkte schnell vergleichbar, einfach verständlich und bequem verfügbar sind. Plattformen gewinnen nicht nur wegen des Preises, sondern weil sie den Entscheidungsprozess verkürzen. Für Hersteller, Händler und Einkäufer stellt sich deshalb nicht mehr nur die Frage, ob ein Produkt online verkauft werden kann. Die wichtigere Frage lautet: Kann der Kunde den Nutzen des Produkts in wenigen Sekunden verstehen und Vertrauen aufbauen?


Genau hier verändert sich die Logik erfolgreicher Produktentwicklung. Produkte, die im E-Commerce funktionieren sollen, müssen klarer werden: in der Bildsprache, in der Anwendung, in der Verpackung, in der Montage und in der Risikowahrnehmung des Käufers. Ein Produkt kann technisch solide sein – wenn es online schwer zu verstehen, schwer zu installieren oder schwer zu liefern ist, verliert es im Plattformumfeld an Wettbewerbsfähigkeit. Dagegen gewinnen Produkte, die ein sichtbares Alltagsproblem lösen und sofort in eine konkrete Nutzungssituation passen.


Das zweite Branchensignal kommt aus dem DIY-Handel. BaumarktManager beschreibt die Entwicklung des ersten Quartals 2026 als widerstandsfähig, aber weiterhin fragil. Trotz Belastungsfaktoren wie geopolitischer Unsicherheit, schwächerer Witterung und angespannter Verbraucherstimmung fiel der Umsatzrückgang moderat aus. Gleichzeitig zeigt die Sortimentsanalyse eine klare Verschiebung: Verbraucher orientieren sich stärker an Alltagsnutzen, Mobilität und bezahlbarer Freizeitgestaltung – also eher an kleineren Belohnungen und überschaubaren Projekten als an großen Anschaffungen.


Diese Beobachtung ist für Händler besonders wertvoll. Denn sie zeigt: Der Kunde ist nicht verschwunden. Er ist vorsichtiger geworden. Große Investitionen werden leichter verschoben, während kleinere, praktische und budgetfreundliche Verbesserungen weiterhin Chancen haben. Damit verschiebt sich die Aufgabe des Handels. Es reicht nicht mehr, einzelne Produkte einfach auf der Fläche oder im Onlineshop zu präsentieren. Erfolgreicher wird, wer daraus leicht verständliche, budgetierbare und sofort umsetzbare Projekte macht.


Das ist auch der Kern der von BaumarktManager beschriebenen Handlungsschwerpunkte: flexiblere Flächen- und Sortimentssteuerung, stärkere Preis- und Kommunikationsstrategie, projektorientierte Beratung sowie bessere Verbindung von Online- und Offlinekanälen. Besonders wichtig ist dabei der Wechsel von produktbasiertem Denken zu projektbasiertem Denken. Kunden suchen nicht nur einen Artikel. Sie suchen eine Lösung, die ein Problem im Alltag einfacher, schöner oder günstiger macht.


Für Garten- und Outdoor-Produkte bedeutet das: Der Markt belohnt zunehmend Produkte, die in kleine, klare Projekte übersetzt werden können. Zum Beispiel: den Eingangsbereich ordnen, Pakete sicherer empfangen, Fahrräder geschützt abstellen, Gartenwerkzeug und Brennholz sauber organisieren oder den Außenbereich mit geringem Aufwand funktionaler machen. Solche Projekte haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind für den Verbraucher leichter zu rechtfertigen als große, teure Anschaffungen.


Aus Sicht von Hongmao Garden ist genau das der Punkt, an dem funktionale Outdoor-Living-Produkte an Bedeutung gewinnen. Eine LED-Paketbox ist nicht nur ein Behälter, sondern eine Lösung für sichere Zustellung, mehr Komfort und bessere Nutzbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen. Eine Mülltonnenbox ist nicht nur eine Verkleidung, sondern ein sichtbarer Beitrag zu Ordnung und Wohnqualität im Außenbereich. Eine Fahrradgarage verbindet Schutz, Mobilität und Platzmanagement. Ein Firewood Storage Rack with Tool Cabinet macht aus zwei häufig getrennten Aufgaben – Brennholzlagerung und Werkzeugaufbewahrung – eine kompakte, praktische 2-in-1-Lösung.


Diese Produkte passen gut zu der aktuellen Marktlogik, weil sie mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Sie sind funktional, leicht erklärbar, visuell gut darstellbar und in konkrete Haushaltsprojekte übersetzbar. Genau diese Kombination wird wichtiger, wenn Onlinekanäle wachsen und Verbraucher zugleich vorsichtiger entscheiden.


Für Einkäufer und Category Manager entsteht daraus ein klarer Handlungsimpuls. Die Frage sollte nicht nur lauten: „Welche Kategorie wächst?“ Sie sollte lauten: Welche Produkte helfen dem Kunden, schneller eine sichere Kaufentscheidung zu treffen? In einem Plattformumfeld mit hoher Vergleichbarkeit gewinnen Produkte, die ihren Nutzen sofort zeigen. Im stationären DIY-Handel gewinnen Produkte, die sich in Projektflächen, POS-Kommunikation und einfache Beratung übersetzen lassen.


Damit wird auch die Sortimentslogik präziser. Händler sollten Produkte bevorzugen, die drei Bedingungen erfüllen: Erstens müssen sie ein klares Alltagsproblem lösen. Zweitens müssen sie mit überschaubarem Budget und geringem Entscheidungsrisiko verbunden sein. Drittens müssen sie online und offline gut erklärbar sein. Wer diese drei Kriterien erfüllt, kann auch in einem vorsichtigen Markt Nachfrage aktivieren.


Diese Entwicklung verändert ebenfalls die Rolle des Lieferanten. Ein guter Lieferant liefert nicht nur Ware. Er hilft dem Handel, Produkte besser zu positionieren, klarer zu kommunizieren und risikoärmer zu verkaufen. Dazu gehören verlässliche Qualität, stabile Verpackung, einfache Montage, gute Produktbilder, verständliche Anwendungsszenarien und eine Produktlogik, die sowohl für Marktplätze als auch für DIY-Flächen funktioniert.


Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche lautet deshalb: Der Markt belohnt nicht automatisch den niedrigsten Preis. Er belohnt die niedrigste Entscheidungshürde. Wenn ein Produkt schnell verstanden wird, ein konkretes Problem löst, sauber geliefert werden kann und dem Verbraucher ein gutes Gefühl bei der Kaufentscheidung gibt, entsteht echte Wettbewerbsfähigkeit.


Für den Rest des Jahres lassen sich daraus drei praktische Schlussfolgerungen ableiten. Erstens sollten Händler ihre Sortimente stärker nach Projekten und Nutzungsszenarien strukturieren. Zweitens sollten Hersteller Produkte so entwickeln und präsentieren, dass sie auf Plattformen schnell erklärbar sind.

Drittens sollten beide Seiten stärker darauf achten, dass Verpackung, Montage, Bildsprache und POS-Kommunikation den Kaufprozess vereinfachen.


Aus Sicht von Hongmao Garden liegt die Chance im europäischen Gartenmarkt daher nicht im bloßen Ausbau von Produktlisten. Sie liegt im Aufbau besserer Outdoor-Living-Lösungen, die in einem vorsichtigen Konsumumfeld trotzdem Sinn ergeben: funktional, verständlich, budgetierbar und langfristig wertvoll.


Oder anders gesagt: Der deutsche Markt kauft weiter. Aber er kauft selektiver. Wer dem Kunden hilft, schneller, sicherer und besser begründet zu kaufen, schafft nicht nur mehr Umsatzchancen – sondern auch gesündere Margen für Handelspartner.

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